frühjahrsm:ut 26
Die Herausforderungen der Zukunft zu erkennen, ohne das Arbeiten in der Gegenwart zu vernachlässigen. Hierzu will frühjahrsm:ut 26 als Zukunftsforum einladen. Heute die Weichen für morgen stellen und sich wirtschaftlich auf das vorbereiten, was kommen wird. Dies ist eine der zentralen Aufgaben des Managements. Gerade in diesen herausfordernden Zeiten ist neuer m:ut und sind Impulse von außen gefragt. Hier will m:ut vorausdenkend zum Austausch einladen.
"Never let a good crisis go to waste (Verschwende niemals eine gute Krise)" (Winston Churchill, geb. 1874, ehem. Premierminister von Großbritannien – im Februar 1945 auf der Krim beim Treffen mit Stalin und Roosevelt)
Unsere Referenten werden entscheidende Weichen für das Morgen stellen:
Prof. Dr. Jens Südekum
Volkswirt und Politikberater
Prof. Dr. Jens Südekum, arbeitet als Professor für internationale Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wettbewerbsökonomie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Jens Südekum ist einer der bekanntesten Arbeits- und Digitalisierungswissenschaftler Deutschlands. Südekum ist als Berater für die Europäische Kommission, die Welthandelsorganisation (WTO) und den Internationalen Währungsfond (IWF) sowie die Bundesbank und Bundesregierung tätig. Er gehört lt. FAZ zu den 30 einflussreichsten Volkswirten in Europa. Jens Südekum wirkt auch als Research Follower beim Center for Economic Policy Research (CEPR) in London.
Vortrag: Standort Deutschland.
Es ist Krise. Überall. Über den Standort Deutschland wird jeden Abend debattiert. Der Herbst der Reformen ist bisher nur angekündigt. Was kommt wirklich und worauf muss sich der Mittelstand in Deutschland einstellen? Prof. Dr. Jens Südekum analysiert die wirtschaftliche Lage in der BRD – geprägt von strukturellen Herausforderungen insbesondere in der Industrie und im Mittelstand. Im Zentrum stehen aktuelle wirtschaftspolitische Maßnahmen: Welche ökonomischen Ziele können erreicht werden? Prof. Dr. Südekum ordnet politische Maßnahmen im Kontext der Konjunkturprognosen ein. Was ist notwendig, um tatsächlich wirtschaftliche Impulse zu entfalten?
Dr. Isabella Hermann
Politikwissenschaftlerin und Autorin
Dr. Isabella Hermann ist Science-Fiction und Zukünfte-Expertin. Die Politikwissenschaftlerin geht in ihrer Arbeit der Frage nach, wie Narrative die Entwicklung von „Zukunftstechnologien“ und deren sozialpolitische Herausforderungen prägen, und vor allem, wie wir in dystopischen Zeiten positive Zukünfte denken und gestalten können. Von ihr erschien „Science-Fiction zur Einführung“ im Junius Verlag und zuletzt das Sachbuch „Zukunft ohne Angst. Wie Anti-Dystopien neue Perspektiven eröffnen“ im oekom Verlag. Sie ist zudem Mitglied im Vorstand der Stiftung Zukunft Berlin.
Vortrag: Zukunft ohne Angst.
Unsere krisenhafte Zeit ist von Dystopien in der Kultur geprägt. Unsicherheit, Missstände, düstere Prognosen – Dystopien prägen unsere Zeit und liegen in Literatur und Popkultur im Trend. Doch viele dieser Geschichten beleuchten auch, wie Menschen inmitten von Katastrophen den Mut finden, sich für Gerechtigkeit einzusetzen und Veränderung aktiv zu gestalten. Solche Erzählungen gehen über klassische Dystopien hinaus und entwickeln sich zu Anti-Dystopien. Anhand ausgewählter Werke defi niert Isabella Hermann die Anti-Dystopie als eigenes Genre, das sich gegen die Diagnose gesellschaftlicher Hoffnungslosigkeit stellt. Anders als Utopien eröffnen Anti-Dystopien dabei keine perfekten und unerreichbaren Zukünfte, sondern geben aus der Krise heraus Impulse für reale gesellschaftliche Veränderungen.
Dr. Christoph von Marschall
Journalist, Historiker und Autor
Dr. Christoph von Marschall, Diplomatischer Korrespondent der Chefredaktion, Der Tagesspiegel, derzeit Global Europe Fellow am Woodrow Wilson Center Washington und White House Correspondent mit Zugangspass zum Weißen Haus. Christoph von Marschalls Arbeiten wurde vielfach ausgezeichnet – 2025 erhält er den Karl-Klasen-Preis. Seine Obama-Biografie, die in mehrere Sprachen übersetzt wurde und sein Buch „Was ist mit den Amis los?“, das typische deutsche Fehlerwartungen an die USA anschaulich schildert und Phänomene wie Trump erklärt, waren Bestseller. Seine schonungslose Analyse „Wir verstehen die Welt nicht mehr. Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden“ wurde sehr gelobt. Neben seiner Tätigkeit für den Tagesspiegel ist er Gast im ARD-Presseclub und der Phoenix-Runde, kommentiert im Deutschlandfunk und im WDR und ist stellvertretender Vorsitzender des Berliner Presse Club e. V.
Vortrag: Wir verstehen die Welt nicht mehr.
Deutschlands Entfremdung von seinen Freunden in einer zunehmend konfl iktreichen Welt. In seinem Buch schreibt von Marschall, was sich an der deutschen Politik angesichts Umbrüche in den internationalen Beziehungen ändern muss, um Sicherheit und Wohlstand in Zukunft zu sichern. Was halten unsere Nachbarn und wichtigsten globalen Partner von uns? Christoph von Marschall untersucht, wie international handlungswillig die deutsche Politik tatsächlich ist, und kommt zu keinem erfreulichen Ergebnis. Er schreibt Regierung und Gesellschaft ins Stammbuch, wie sie von einem unsicheren Kantonisten zum Mitgaranten einer liberalen Weltordnung werden können – indem Deutschland sich von vielen kleinen Lügen über seine Sonderrolle trennt und nicht weiter vorgaukelt, dass es mit der Vertretung eigener Interessen stets das Gute in der Welt befördert.
