- Rückblick -
14. November 2019,
Festsaal im Rathaus Münster

Symposium für veränderndes Unternehmertum

m:ut 19

Strategien und Geschäftsmodelle, welche vor kurzer Zeit noch verlässliche Wege zum Erfolg waren, sind überholt. Was nun im Wirtschaftsleben zählt, sind Kreativität, Mut und Zukunftsoptimismus. Eine Führungskraft muss immer auf der Suche nach Inspiration und Begeisterung für neue Perspektiven sein und Veränderungsprozesse auf den Weg in ein nachhaltiges Wirtschaften in Gang setzen.

„Das Geheimnis des Glücks ist die Freiheit, das Geheimnis der Freiheit aber ist der Mut.“ (Thukydides um 460 v.Ch., griechischer Historiker und Flottenkommandant)

Wer als Führungskraft an eingefahrenen Strukturen festhält, droht sangund klanglos unterzugehen. Es reicht nicht mehr aus, einfach nur gut zu sein. Sie müssen auch anders sein als Andere. Anders denken, den Mut haben, Strukturen in Frage zu stellen, neue Ideen und Wege finden. Denn Vorsprung in Wissen und Information entscheidet. Hierzu will m:ut 19 als Symposium für ein veränderndes Unternehmertum einladen.

Unsere Referenten werden entscheidende Weichen für das Morgen stellen:

Prof. Dr. Jens Südekum

Prof. Dr. Jens Südekum

Professor für Internationale Volkswirtschaft an der Universität Düsseldorf

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Prof. Dr. Jens Südekum arbeitet als Professor für Internationale Volkswirtschaftslehre, insbesondere Wettbewerbsökonomie an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf. Jens Südekum ist einer der bekanntesten Arbeits- und Digitalisierungswissenschaftler Deutschlands. Südekum ist als Berater für die Europäische Kommission, die Welthandelsorganisation (WTO) und den Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie die Bundesbank und die Bundesregierung tätig. Er gehört lt. FAZ zu den 30 einflussreichsten Volkswirten in Europa. Jens Südekum wirkt auch als Research Fellow beim Centre for Economic Policy Research (CEPR) in London.

Vortrag: Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit
In der öffentlichen Debatte tauchen immer wieder Horrorszenarien auf, wonach mehr als die Hälfte aller Arbeitsplätze durch neue Technologien verloren gingen. Solche Meldungen sind nicht neu. Ähnliche Nachrichten gab es auch schon im 18. und 19. Jahrhundert im Zusammenhang mit der Industrialisierung. Bislang haben sich diese Befürchtungen aber nie bewahrheitet - im Gegenteil: die Beschäftigung in Deutschland ist heute höher als je zuvor. Also wieder bloß falscher Alarm? Oder könnte die Digitalisierung erstmalig zu einer technologischen Massenarbeitslosigkeit und dramatischer gesellschaftlicher Ungleichheit führen? Welche Rolle spielt dabei die demografische Entwicklung? Und werden die negativen Arbeitsmarkteffekte der Digitalisierung vor allem in Industrieländern wie Deutschland sichtbar oder eher in Schwellenländern, die ihren wesentlichen Wettbewerbsvorteil – niedrige Löhne – an die Roboter verlieren? In seinem Vortrag diskutiert Prof. Jens Südekum diese Aspekte und fragt, wie sich Unternehmen und Gesellschaft auf die kommenden Herausforderungen einstellen könnten.

Maike van den Boom

Maike van den Boom

Glücksforscherin, Stockholm

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Maike van den Boom, Jahrgang 1971, ist heute eine der bekanntesten Glücksforscherinnen Deutschlands. Sie ist Keynote-Rednerin, Skandinavien- Kennerin und Medienexpertin für glückliche Unternehmen. Zu ihren Kunden gehören Konzerne, Banken und zahlreiche mittelständische Unternehmen aus Deutschland, Österreich, Schweden, den Niederlanden und der Schweiz. Ihr Buch „Wo geht´s denn hier zum Glück?“ (Fischer Verlage) stand 2015 u. a. 25 Wochen auf der Spiegel- Bestsellerliste. 2018 erschien ihr Buch „Acht Stunden mehr Glück“.

Vortrag: Acht Stunden mehr Glück
Skandinavien steht von jeher als Vorbild für neue Konzepte, schlaue Lösungen, kreative Ideen und für glückliche Menschen, die dadurch im Schnitt 20 % produktiver arbeiten. Maike van den Boom besuchte für ihr neues Buch „Acht Stunden mehr Glück“ zwei Jahre lang 30 Unternehmen in Schweden, Norwegen und Dänemark. Dass Skandinavier glücklich arbeiten und leben, ist das Ergebnis eines sensiblen Gesamtkonzepts, das von allen Teilen der Gesellschaft, Wirtschaft und Politik, Arbeitgebern wie Arbeitnehmern gemeinsam getragen wird. Was können wir uns von ihnen abgucken? Mit viel Witz und Situationskomik führt Maike van den Boom Sie ein in die Grundsätze der erfolgreichen skandinavischen (Unternehmens-)Kultur.

Stephan Grünewald

Stephan Grünewald

Psychologe und Gründer des rheingold Instituts Köln

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Stephan Grünewald ist einer der scharfsinnigsten und sprachmächtigsten deutschen Gesellschaftsanalytiker. Die Zeit: „Stephan Grünewald ist der oberste Psychologe des Landes.“ Grünewald, Jahrgang 1960, studierte Psychologie in Köln und setzte die Idee um, ein Institut für qualitative Markt- und Wirkungsanalysen zu etablieren, welches 1997 in rheingold Institut umbenannt wurde. Der rheingold-Geschäftsführer ist zusätzlich ausgebildeter Therapeut in analytischer Intensivbehandlung. Er hat seit 1990 zahlreiche Fachbeiträge und Studien zu den Themen Markenführung, Werbewirkung, Lebensalltag, Jugend und Kultur in Printmedien, aber auch in TV- und Hörfunkbeiträgen veröffentlicht. Zu den Schwerpunkten seiner Arbeit zählt die Trend- und Gesellschaftsforschung.

Vortrag: Wie tickt Deutschland?
Psychologie einer aufgewühlten Gesellschaft Deutschland befindet sich in einem aufgewühlten seelischen Zustand. Vielen Menschen geht es zwar gut, und sie erleben ihr Land als Insel des Wohlstands in einer Welt krisenhafter Umbrüche. Dennoch rumort es: Unzufriedenheit, blanke Wut und Hass artikulieren sich nicht nur in den sozialen Netzwerken. Der soziale Zusammenhalt schwindet, radikale Parteien sind auf dem Vormarsch. Immer mehr Bürger haben das Gefühl, dass die Zukunft nur schlimmer werden kann. Aber was hat die Menschen so aufgebracht? Stephan Grünewald, „der Psychologe der Nation“ (FAZ), erstellt anhand tausender psychologischer Tiefeninterviews des rheingold Instituts ein aufrüttelndes Psychogramm der Nation. Er untersucht den zunehmenden Argwohn vieler Menschen, von der Politik und den Eliten verraten zu werden und zu wenig Wertschätzung zu erfahren. Er beleuchtet anschaulich die Quellen der Wut, Ohnmacht und Erschöpfung in einem Alltag, der zunehmend durch Perfektionsansprüche und einen digitalen Machbarkeitswahn geprägt ist.

Prof. Dr. Peter Sloterdijk

Prof. Dr. Peter Sloterdijk

deutscher Philosoph und Publizist

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Prof. Dr. Peter Sloterdijk zählt zu den bedeutendsten Philosophen unserer Zeit. Er ist Professor für Ästhetik und Philosophie an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe und seit 1980 freier Schriftsteller und Verfasser einiger der meistgelesenen Arbeiten zu Fragen der Zeitdiagnostik, Kultur- und Religionsphilosophie, Kunsttheorie und Psychologie. Peter Sloterdijk ist neben Jürgen Habermas der bekannteste lebende deutsche Philosoph. Sloterdijks zweibändige „Kritik der zynischen Vernunft“ zählt weltweit zu den meistverkauften philosophischen Büchern des 20. Jahrhunderts. Von 2002 an moderiert er zehn Jahre lang gemeinsam mit dem Schriftsteller Rüdiger Safranski die ZDF-Gesprächsrunde „Im Glashaus: Das Philosophische Quartett“. Seit 2008 ist er beisitzendes Mitglied im Frankfurter Zukunftsrat. 2013 wurde Sloterdijk vom Gottlieb Duttweiler Institut, Schweiz, als einer der 100 einflussreichsten Denker der Welt bezeichnet. Hinter der kunstvollen, brillanten und brillierenden Ausgestaltung seiner Sätze steht ein gründlicher Skeptiker und Analytiker. Seine Vorträge sind inspirierend, unterhaltsam und zugleich von intellektuellem Anspruch.

Vortrag: Wie werden wir in Zukunft leben? – Was uns stark macht als Einzelne und als Gesellschaft
Die globale Krise fordert: „Du musst dein Leben ändern”, schreibt Peter Sloterdijk und sondiert die Kulturgeschichte der Lebensänderung des Menschen. Dabei legt er besonderes Gewicht auf Methoden, die die Profitorientierung des modernen Menschen relativieren. Peter Sloterdijk skizziert die Herausforderungen, vor denen Deutschland steht, und dass wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und Gesellschaftsentwicklung nur harmonieren, aber nicht gegeneinander arbeiten können. In seinen Vorträgen regt Sloterdijk die Diskussion um aktuelle Fragen unserer Zeit sowie unserer Zukunft an. Peter Sloterdijks Präsentationen provozieren, begeistern und regen ohne Zweifel zum Nachdenken und Umsetzen im unternehmerischen Alltag an.


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